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Einmal Longhorns immer Longhorns?

Offensive Line Coach Jürgen Lengling ist wieder mit an Board

Offensive Line Coach Jürgen Lengling ist wieder mit an Board

Jürgen Lengling kehrt nach kurzer Abwesenheit als Offensive Line Coach zurück nach Langenfeld.

Bereits im Winter 2010 war er als Trainer der schweren Jungs bei den Langenfeld Longhorns mit von der Partie und nachdem er, bedingt durch die plötzliche Insolvenz des ASC, die Langenfelder wieder verlies, kehrt er nun mit neuem Tatendrang zurück.

In der Zwischenzeit agierte er als Defensive Line Coach  und später auch als Offensive Coordinator bei den Essen Assindia Cardinals in der GFL. Auch hier steckte er viel Energie und Herzblut rein, was seitens der Langenfelder wieder auf eine gute Zusammenarbeit hoffen lässt.

In einem persönlichen Gespräch erzählte er uns näheres über seinen Entschluss nach Langenfeld zurück zu kehren und die Erfahrung, die er in Essen sammeln konnte.

Langenfeld Longhorns:

Was hat dich dazu bewegt zurück zu den Horns zu kommen?

Wie war die Zeit im vergangenen Winter als Offenssive Line Coach in Langenfeld für dich?

 

Jürgen Lengling:

Nach meinem Abschied in Essen habe ich nach einer Alternative gesucht. Da waren die Longhorns natürlich die Naheliegenste. Ich hatte mich im Winter bis zum März sehr wohl bei den Longhorns gefühlt und wurde großartig aufgenommen. Während meiner Zeit in Essen ist der Kontakt zu Michael Hap und einigen Offensive Line Spielern nie abgebrochen, daher habe ich mich entschieden den Rest der Saison 2011 bei den Longhorns zu verbringen.

 

Langenfeld Longhorns:

Welche Erfahrung hast du in Essen machen können?

Was hat dich dazu bewegt Essen noch während der Saison zu verlassen?

 

Jürgen Lengling:

Ich habe ja in Essen als Defensive Line Coach angefangen und wurde später in der Saison zum Offensive Coordinator ernannt. Die Erfahrung als DL – Coach war neu für mich. Ich habe zwar im Laufe meiner aktiven Zeit schon Defensive Line gespielt, aber zu coachen ist doch etwas anderes. Aber alles in allem hat es sehr gut geklappt. Die Rolle als Offensive Coordinator kannte ich ja schon von der Saison 2009, als ich genau die gleiche Position bei den Düsseldorf Panther Rookies inne hatte. Alles in allem muss ich sagen, dass ich die Zeit in Essen nicht missen möchte. Einige wenige Spieler, sowie Verantwortliche haben kapiert, worum es bei GFL Football geht. Leider waren dies nicht genug und das war auch der Grund meines frühzeitigen Ausscheidens bei den Cardinals. Leider haben zu wenig Spieler verstanden, was es bedeutet GFL Football zu spielen. Gerade in der höchsten deutschen Spielklasse bekommt man nichts geschenkt, man muss sich alles hart erarbeiten. Ich habe versucht in Essen, sowohl als Coach, aber auch als Spieler (ich habe 3 Saisonspiele als Offensive Liner bestritten) Signale zu setzen. Leider wurde dies nicht erkannt. Man kann mit teilweise nur 15 Spielern beim Training keine Erfolge erzielen geschweige denn ein neues Offense Konzept installieren. Hinzu kamen Unstimmigkeiten mit dem amerikanischen Head Coach. Wenn Vorschläge zur Verbesserung der Situation nicht ernst genommen werden, kann das schon frustrierend sein. Außerdem fiel es mir schwer zu akzeptieren, dass manche US Amerikaner meinen, nur sie hätten Ahnung vom Football.

 

Langenfeld Longhorns:

Wie siehst du die LL nach ihrem unfreiwilligen Wechsel in die 6. Liga?

Welche Prognosen kannst du machen und wo siehst du Potential?

Was genau denkst du über die Offensive Line? Wie sehen dort deine Pläne und Erwartungen aus?

 

Jürgen Lengling:

Die Longhorns sind sicherlich DER Favorit in der Landesliga. Die bisherigen Ergebnisse sprechen da ein klares Bild. Man profitiert sicherlich davon, dass viele Spieler mit Potenzial mindestens für die GFL2 dem Team die Treue gehalten haben. Sollte das Team so zusammenbleiben ist ein Durchmarsch bis in die Regionalliga sicherlich möglich. Aber hier steckt natürlich auch die Gefahr. Leider ist es meistens so, dass sich gute Teams an das Niveau der Schlechteren angleichen. Das kann man nur mit gutem Training verhindern. Man muss den Spielern klar machen, dass das momentan nur eine Zwischenstation sein kann, man aber nur weiterkommt, wenn man weiterhin hart arbeitet. Die Offensive Line ist sicherlich ein gutes Beispiel dafür. Hier gibt es genug Spieler mit GFL2 Niveau. Diese müssen lernen ihr Potenzial auch auszunutzen. Hier werde ich anpacken. Wir müssen trainieren als wenn wir in der GFL antreten würden. So bekommen die Spieler ein attraktives Training, das sie weiterbringt.

 

Langenfeld Longhorns:

Was möchtest du uns noch aus deiner Sicht mitteilen?

 

Jürgen Lengling:

Go Horns!