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Longhorns liefern sich regelrechte Schlammschlacht

Erkämpfte beide Touchdowns der Horns: Nikolai Hens (Foto: Jürgen Krumm)

Gleich im ersten Spielzug konnte die Offense der Giants ein Statement setzten. Julian Eisenreich erhielt von Quarterback Sascha Koch den Ball und setzte sich sofort vom Rest der beiden Teams ab und erreichte nach einem Lauf über 50 Yards die Endzone der Horns. Im anschließenden Kampf um die Zusatzpunkte versuchten die Giants, erneut die Endzone zu erreichen, der Ball konnte jedoch von keinem Wide Receiver aufgenommen werden.
Die Horns reagierten schnell und konterten durch einen Gegenangriff: Longhorns-Quarterback Michel Fritsche bediente Connor Karnine mit einem Pass. Dieser konnte sich anschließend mit einem Lauf bis an die 20-Yard-Linie durch kämpfen. Die nächsten Spielzüge wurden über Nikolai Hens ausgespielt, konnten aber nicht in ein weiteres First-Down verwandelt werden.
Eisenreich führte seine Offense an und dominierte die folgenden drei Spielzüge, in denen er seinen Weg bis an die 30-Yard-Linie innerhalb der Hornschen Hälfte fand. Diesmal hatte er jedoch kein leichtes Spiel: Gleich drei mal gelang es der Langenfelder Defense, Quarterback Koch von den Beinen zu reißen, noch ehe er den Ball an seine Mitspieler weiterreichen konnte. Zusätzlich klappte die Ballübergabe des Centers an Koch nicht reibungslos, dies war allerdings wetterbedingt. Nachdem es zu Beginn des Spiel noch heftig geregnet hatte, war der Platz ein einziges Schlammfeld. Auch auf der Seite der Langenfelder rutschte der Ball aus der Hand, konnte jedoch von Fritsche selbst gesichert werden.
Koch startete einen neuen Versuch, den wagen Vorsprung seiner Mannschaft aufzubessern und warf einen Ball auf Christopher Daum, der schon in der Endzone bereit stand, den Ball jedoch nicht aufnehmen konnte. Daum hatte nun jedoch die neuen Punkte vor Augen und versuchte es auf anderem Weg und mit dem Ball unterm Arm selbst – und war erfolgreich! Nach einem Sprint über 30 Yards stand er erneut in der Langenfelder Endzone, diesmal jedoch mit einer Belohnung von sechs Punkten zum 12:0. Wieder versuchten es die Giants mit einer Two-Point-Conversion, doch der Pass auf Maximilian Winter blieb unvollständig.
Die Defense der Horns schränkte die Giants in ihrem Spielaufbau stark ein und ließ ihnen nur wenig Freiraum zwischen der Goalline und der 20-Yard-Linie innerhalb ihrer eigenen Hälfte. So rissen die Horns das Angriffsrecht an sich und machten es sich auch sofort zu Nutze.
Fritsche ließ sein Team durch einen Pass auf Michel Gißke bis an die Sieben-Yard-Linie vorrücken und legte selbst noch zwei weitere Yards drauf. Hens machte die Angriffsserie komplett und überbrückte die restlichen Yards zum ersten Touchdown auf Seiten der Gastmannschaft. Gißke trat zum Kick an, konnte jedoch keinen Zusatzpunkt ergattern und beließ es somit bei 12:6.

Im dritten Spielviertel wiederholte Fritsche den Versuch, Gißke in der Endzone zu erreichen, der matschige Ball rutschte jedoch durch seine Arme.
In diesem Spielviertel lieferten sich beide Teams einen harten Kampf, bei dem der Ball immer wieder die Seiten wechselte. Luk Seidel begann die Jagd nach dem Angriffsrecht mit dem Abfangen eines Balls von Fritsche. Die vier Versuche reichten den Giganten jedoch nicht aus und so waren die Horns wieder am Zug. Hens erreichte mit lediglich einem einzigen Spielzug die First-Down-Markierung an der 40-Yard-Linie der Dortmunder. Julian Weidenhammer führte den dritten Wechsel durch und fing ebenfalls einen Pass ab.
Als nach einem weiteren erfolglosen Drive wieder die Horns mit ihrer Offense auf das Feld gingen , machten sie dem ständigen Wechsel ein Ende und verwehrten den Giants das Angriffsrecht. Fritsche startete durch und konnte von der gegnerischen Defense erst nach einem Sprint über eine Distanz von 30 Yards gestoppt werden. Hens legte nach und konnte sich mit zwei sensationellen Läufen über 15 und zwölf Yards über das Spielfeld kämpfen und schließlich die Endzone der Giants erreichen , um punktetechnisch mit 12:12 gleichzuziehen. Der Boden machte das Kontrollieren des Balls immer schwieriger und so konnte das Fieldgoal erneut nicht korrekt ausgeführt werden.
Koch, Eisenreich und Danny Chitanta sicherten nun ihrerseits ihrer Offense die Spielberechtigung und rückten bis an die Drei-Yard-Linie vor. Koch musste schließlich nur noch wenige Schritte gehen , um erneut in Führung zu gehen und den Endstand von 18:12 festzusetzen, denn wieder konnten die Giants die Endzone kein zweites Mal erreichen.
Zum Ende des Spiels machten es die Horns noch einmal spannend. Beim Punt, dem Befreiungsschlag vom Angriffsrecht, setzte die gegnerische Defense den Langenfelder Kicker stark unter Druck und der rutschige Boden tat sein Übriges. Trotzdem schaffte er es, den Ball abzugeben. Zusätzlich schaffte es Nils Zimmermann, den Ball zu sichern.

Headcoach Lars Trömel zieht sein Résumé :
Wir haben in vielerlei Hinsicht besser gespielt, sowohl individuell als auch als ein Team. Natürlich wäre ein Sieg schöner gewesen, aber auch so sehen die Jungs, dass sich gutes Training lohnt.“
Und auch wenn die Mannschaft noch jung und unerfahren ist, muss das nicht unbedingt ein Nachteil sein, weiß Trömel.

Ich freue mich schon auf die kommenden Spiele, in denen wir 100% Longhorns-Football zeigen werden!“

Score Overview

6:0 Lauf Julian Eisenreich (#48) über 50 Yards
12:0 Lauf Christopher Daum (#88) über 30 Yards
12:6 Lauf Nikolai Hens (#27) über fünf Yards
12:12 Lauf Nikolai Hens (#27) über zwölf Yards
18:12 Lauf Sascha Koch (#11) über drei Yards