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Junioren spielen erfolgreich!

Am vergangenen Sonntag standen sich die beiden Teams der Langenfeld Longhorns und der Duisburg Dockers auf dem heimischen Grün gegenüber. Die Horns fuhren den Sieg nach Hause und beendeten die Partie mit einem Endspielstand von 28:8 (6:0 / 8:0 / 8:8 / 6:0).

Die Offense der Horns startete mit einer überaus starken Leistung ins Spiel. Patrick Gerwers und René Weile sicherten durch ihr Laufspiel immer wieder das Angriffsrecht. Quarterback Michel Fritsche entschied sich schließlich für einen weiten Pass auf Luis Nieper, der die Endzone schon fast erreicht hatte, konnte ihn jedoch nicht erreichen. Im folgenden Drive mussten die Horns sich dann doch vom Angriffsrecht trennen und räumten das Feld für die Offense der Dockers. Diese konnte auf dem Feld jedoch keinen großen Raumgewinn verbuchen: Quarterback Fabian Motzek wurde von der Horn’schen Defense unter großen Druck gesetzt und konnte so den Ball lediglich ins Leere werfen, bevor er von den Beinen gerissen wurde.
Die Langenfelder Offense konnte nach nur einem Drive Pause ihre Aufstellung auf dem Spielfeld wieder einnehmen und bewies erneut ihr Können. Fritsche täuschte eine Ballabgabe an Weile an, behielt den Ball jedoch und konnte sich mit einem Lauf bis an die 23-Yard-Linie durchschlagen. Kurz vor der gegnerischen Endzone wurde es dann spannend: Sergej Kendus fing einen Langenfelder Ball in der Endzone ab und marschierte ein gutes Stück über das Feld, ehe er zu Fall gebracht werden konnte. Nach einigen Flaggen auf dem Feld und der anschließenden Erläuterung des Schiedsrichters wurde die Interception der Dockers wegen einer Strafe nicht gewertet und der zweite Versuch somit wiederholt. Die Horns starteten die Wiederholung an der 18-Yard-Linie. Die Ballübergabe erfolgte dieses Mal auf Jonas Laveglia, der zielstrebig seinen Weg in die Endzone fand und die ersten Punkte des Spiels zum 6:0 holte. Im Anschluss daran versuchten sich die Horns an einer Two-Point-Conversion. Der Snap geriet für Fritsche jedoch zu hoch, als dass er die Zeit gehabt hätte, den Ball an seine Mitspieler abzugeben. So ging er selbst, scheiterte jedoch knapp vor der Endzone.
Erneut strebte Laveglia nach der Endzone und beförderte sein Team nach einem Lauf über 30 Yards in die Hälfte der Duisburger. Connor Karnine gab weitere 15 Yards dazu Wieder ließen sich die Dockers eine Strafe zu Schulden kommen und verschafften ihrem Gegner so einen enormen Vorteil. Laveglia ließ sich nicht zweimal bitten und erlief den zweiten Touchdown zum vorläufigen 12:0. Diesmal gelang auch die Two-Point-Conversion, mit der Michel Fritsche zwei weitere Punkte auf das Scoreboard der Horns schrieb.

Während der zweiten Halbzeit dominierten die Horns klar das Spiel. Während der Duisburger Quarterback immer wieder in Bedrängnis geriet, konnte sich Fritsche die Zeit nehmen die er brauchte, um den Ball perfekt in den Armen seines Mitspieler zu platzieren.
Nach einen fallengelassenen Ball auf Seiten der Horns erlangten die Dockers das Angriffsrecht und konnten ihre Offense an der Langenfelder 20-Yard-Linie positionieren. Motzek sah Mitspieler Jeremy Kudwien in der Endzone stehen und versuchte ihn mit einem Pass zu erreichen, der Ball rutschte ihm jedoch durch die Hände. Die gleiche Szene bot sich wenige Augenblicke später, als Motzek versuchte, den Ball über Daniel Krenz in der Endzone unterzubringen. Motzek setzte alles daran, in den noch verbleibenden Sekunden der ersten Halbzeit zu punkten und warf einen Pass auf Frederik Schuhmacher in die Endzone – erfolglos. Schließlich versuchte er es ein letztes Mal selbst, konnte aber bis zur Halbzeit den Spielstand nicht mehr ändern.
Zu Beginn des dritten Spielviertels war es Merlin Oehlmann, der einen Pass der gegnerischen Offense abwehrte und so einen Spielaufbau unmöglich machte. Motzek schaffte es nicht, den Ball vor seinem Sturz loszuwerden und so nahmen die Horns an der 20-Yard-Linie innerhalb der Duisburger Hälfte Aufstellung.
Nach einem gescheiterten Passversuch auf Karnine nahm Laveglia ein weiteres Mal den Ball selbst in die Hand und erlief seinen dritten Touchdown des Spiels zum 20:0. Danach setzte er noch einen drauf und holte auch die beiden Zusatzpunkte selbst.
Nach dieser Erfolgssträhne konnten die Dockers an Fahrt gewinnen – und aufholen. Im dritten Quarter marschierten sie regelrecht über das Feld und rücken Yard für Yard vorwärts, bis sie schließlich gefährlich tief in der Hälfte der Horns standen. Motzek wagte einen erneuten Passversuch Daniel Krenz. Und diesmal konnte der Ball aufgenommen werden: Die Dockers brachten ihre ersten Punkte zum 22:6 auf das Scoreboard. Michael Lange schenkte seinem Team zwei weitere Punkte zum 22:8.
Die Duisburg Dockers schienen das Spiel zu drehen und machten sich erneut auf den Weg in die Langenfelder Endzone. Sowohl durch ihr Laufspiel, vor allem aber durch ihr Passspiel überbrückten sie kontinuierlich Distanzen, schafften es jedoch nicht, noch einmal zu punkten. Stattdessen ergriffen die Horns die Initiative und fingen einen Pass der Dockers ab, um ihre eigene Offense aufs Feld schicken zu können. Und die waren auch sogleich erfolgreich: Weile ging rund 40 Yards mit dem Ball und erreichte schließlich das letzte mal in diesem Spiel die Endzone und schuf somit den Endstand von 28:8.
Die Dockers drängen sich selbst durch Frühstarts (dreimal in Folge) zurück und können nicht durch die solide Defense der Horns brechen.
Zum Ende des Spiels setzte Fritsche noch einmal zum Lauf an, konnte jedoch an der Acht-Yard-Linie gestoppt werden und läutete so das Ende des Spiels ein.

Lars Trömel, Headcoach der Mannschaft, blickt zufrieden auf das Spiel:
„ Wir haben gut trainiert und dann im Spiel tatsächlich viele unserer Möglichkeiten gut nutzen können.“
Zudem weiß er:
„ Football entscheidet sich meist an der Linie. Wenn die Offense Line und die Defense Line kontrollieren kann, hat man die besten Voraussetzungen und natürlich auch umgekehrt. Leider bekommt unsere Line immer zu wenig Beachtung, aber am Sonntag hat sich gezeigt, dass sie immer besser wird und die Jungs als Einheit einen super Job gemacht haben. Also großes Lob an Marcel Fürst, David Bohne, Philipp Smetonat, Felix Steffes, Jeton Novoberdalija, Benno Gripp und Dimi Tsolakidis! Besonders froh bin ich auch über Jonas Laveglia, der nach einer einjährigen Spielpause sogar drei Touchdowns erzielen konnte.“
Dennoch gäbe es einige Baustelle, so Trömel, die jedoch gut repariert werden könnten.
„ Letztendlich muss die Offense mehr Kontinuität entwickeln, aber das wird schon. Das Spiel hat uns gezeigt, dass sich gutes Training auszahlt, denn spielerisches Potenzial haben wir.“

Score Overview

6:0 Lauf Jonas Laveglia (#5) über 18 Yards
12:0 Lauf Jonas Laveglia (#5) über vier Yards
14:0 TPC durch Michel Fritsche (#1)
20:0 Lauf Jonas Laveglia (#5) über 20 Yards
22:0 TPC durch Jonas Laveglia (#5)
22:6 Pass Fabian Motzek (#7) auf Daniel Krenz (#33)
22:8 TPC durch Michael Lange
28:8 Lauf René Weile (#33) über 40 Yards