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Juniors können nicht anknüpfen

Am vergangenen Sonntag kämpften die Langenfeld Longhorns um ihren zweiten Saisonsieg, mussten sich jedoch mit 20:5 aus Sicht des Gastgebers Essen Assindia Cardinals geschlagen geben (7:0 / 7:5 / 6:0 / 0:0).

Das Spiel startete mit einer Angriffsserie der Essener Offensive – und sie war sogleich erfolgreich! Zuerst war es Tobi Nick, der sich mit einem lange Zeit ungebremsten Lauf bis an die 17-Yard-Linie auf Seiten der Horns kämpfte. Im Anschluss daran versuchte Quarterback Rene Bienek mehrmals, seinem Teamkollegen Samuel Grotz in der Endzone zu erreichen, konnte ihm allerdings zu keinen Punkten verhelfen. Schließlich nahm er die Sache und somit auch den Ball selbst in die Hand und ging die noch verbliebenen fünf Yards zum ersten Touchdown und zum vorzeitigen 6:0. Mirco Kreft trat zum Zusatzpunkt an und beförderte den Ball einwandfrei durch die Torstangen und erhöhte den Punktestand auf 7:0.
Michel Fritsche, Quarterback der Langenfeld Longhorns, versuchte sein Team mit einem Pass über 30 Yards auf Michel Gißke nach vorne zu bringen, ein Defense-Spieler der gegnerischen Mannschaft war jedoch sofort zur Stelle und konnte somit die Ballannahme vorzeitig verhindern. Doch auch die Essener Offense tat sich in den folgenden Versuchen schwer. Nachdem Bienek mit einem Laufspiel kein Glück hatte, versuchte er es mit einem Passspielzug auf seinen Kollegen Kreft. Er überwarf den Ball allerdings und so waren die Cardinals schnell gezwungen, sich wieder von dem Angriffsrecht zu trennen.
Endlich fanden die Horns ins Spiel und starteten ihren Vormarsch an der eigenen 20-Yard-Linie. Die Gastgeber verschaffen den Horns durch eine Strafe einen weiteren Vorteil und so konnte Jonas Laveglia den Ball bis an die 41-Yard-Linie schleppen, ehe das zweite Spielviertel anbrach. Doch Marc Gordon Freundlieb konnte das aufstrebende Spiel der Horns rasch beenden, indem er einen Pass Fritsches abfing und so das Angriffsrecht auf seine Seite zog. Daniel Waimann nutzte die Gelegenheit und ging im nächsten Spielzug nach einem Lauf über 33 Yard über die Goalline der Horns und führte sein Team zum vorzeitigen Stand von 13:0. Wieder trat Kreft zum PAT an und schoss einen weiteren Punkt auf das Scoreboard.
Nach diesem Touchdown lieferten beide Teams ihren Zuschauern eine wahre Zerreißprobe: Nachdem die Offense der Cardinals einen Ball fallen ließ und die Horns den Ball als Erste sichern konnten, nahmen sie an der Sieben-Yard-Linie, dicht vor der angestrebten Endzone, ihre Aufstellung ein. Die Chance blieb jedoch ungenutzt, nachdem der Ball auch den Horns aus den Händen glitt und diesmal von den Essenern gesichert wurde.
Die Langenfelder brachen erneut in Richtung Essener-Hälfte auf. René Weile ergriff als Erster die Initiative und kämpfte sich erst einmal mit einem Lauf bis an die eigene 44-Yard-Linie und bugsierte so sein Team aus der Gefahrenzone. Sebastian Bombe konnte im Anschluss daran einen Pass des Langenfelder Quarterbacks aufnehmen und ließ so sein Team über die 50-Yard-Markierung rücken. Der Raumgewinn nahm immer weiter zu, bis das Angriffsrecht schließlich an der Fünf-Yard-Linie, innerhalb der Hälfte der Cardinals, wechselte. Einmal mehr konnte der Essener Quarterback den Ball nicht unter Kontrolle bringen, einer seiner Mitspieler war jedoch schnell genug zur Stelle und so blieb das Angriffsrecht in Essener Hand. Trotzdem gingen die Horns weiterhin auf Punktejagd – und wurden belohnt! Die Nähe zur Endzone machte sich bezahlbar und so konnte ein gegnerischer Spieler in seiner eigenen Endzone zu Fall gebracht werden, um die ersten zwei Punkte auf das Konto der Horns zum 14:2 zu bringen.
Von der 16-Yard-Linie aus trug Weile den Ball bis an die Ein-Yard-Linie und scheiterte so knapp an den ersehnten Punkten. Nachdem sie einige Yards zurückgedrängt wurden, versuchten sich die Horns schließlich an einem Fieldgoal-Versuch. Gißke ließ seine Mannschaft nicht im Stich und holte somit punktetechnisch auf 14:5 aus Sicht der Cardinals auf.

Auch in der zweiten Halbzeit kam es des öfteren zu Fumbles (fallen gelassene Bälle), sowohl auf Seiten der Horns,als auch auf Seiten der Cardinals.
Die Defense der Horns stellte ihr Können mehr als einmal unter Beweis und konnte die gegnerische Offense immer weiter zu Raumverlust zwingen.
Waimann stach immer wieder durch Laufspielzüge hervor, mit denen er sich über weite Strecken hinweg bewegen konnte, ehe er von mehreren Defense-Spielern der Horns gestoppt wurde.
Samuel Grotz wartete schließlich in der Langenfelder Endzone und bekam ihn auch. Da die Essener jedoch im selben Spielzug eine Strafe begangen hatten, wurde der Touchdown als ungültig gewertet. Die Cardinals wollten sich davon jedoch nicht unterkriegen lassen und so fand das Team schnell seinen Weg zurück. Waimann musste schließlich nur noch die verbliebenen fünf Yards zum diesmal korrekten Touchdown und somit Endstand von 20:5 gehen. Zusatzpunkte konnten nicht erreicht werden, auch wenn es die Cardinals mit einem besonderen Trick versuchten: Kreft täuschte einen erneuten PAT an, Grotz legte den Ball jedoch nicht zum Kick bereit sondern ging selbst, die Endzone der Horns fest vor Augen. Die Langenfelder Defense stellte sich schnell auf den Taktikwechsel ein und brachte den Ballträger zu Fall, noch ehe er die beiden Zusatzpunkte ergattern konnte.
Im letzten Spielviertel bewies die Langenfelder Offense noch einmal, dass sie sowohl das Passspiel als auch das Laufspiel beherrscht und kämpfte sich über Gißke, Bombe, Weile, Laveglia und Luis Nieper über das halbe Spielfeld.
Während der letzten Sekunden versetzten die Cardinals das Stadion in Staunen als Waimann sich mit einem spektakulären Lauf über 90 Yards bis in die Endzone der Langenfelder durchkämpfte. Doch erneut konnten die Spieler ihre Aktion wegen einer Strafe nicht in Punkte umwandeln.

Die Coaches sehen das Spiel mit geteilter Meinung.
„ Man hat wieder mal gesehen, dass wir jede Menge Potenzial haben. Doch leider haben wir es nicht geschafft, es vollständig abzurufen“, so Lars Trömel, Headcoach der Langenfeld Longhorns.
Dennoch sei der Teamzusammenhalt nach wie vor deutlich zu sehen, was die Coaches als besonders wichtig empfinden. Es sei nicht schlimm, Fehler zu machen, sondern nur, wenn man nicht aus ihnen lernt.

Score Overview

6:0 Lauf Rene Bienek (#13) über fünf Yards
7:0 PAT durch Mirco Kreft (#22)
13:0 Lauf Daniel Waimann (#31) über 33 Yards
14:0 PAT durch Mirco Kreft (#22)
14:2 Safety
14:5 Fieldgoal durch Michel Gißke (#89)
20:5 Lauf Daniel Waimann (#31) über fünf Yards