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Junioren müssen sich den Giganten beugen

Am vergangenen Sonntag forderten die Langenfeld Longhorns ihren Gegner, die Dortmund Giants, ein zweites Mal heraus – und mussten sich ein weiteres Mal geschlagen geben. Die Giants konnten die Partie mit einem Endstand von 40:25 für sich entscheiden (6:12 /13:14 / 6:8 / 0:6).

Die Horns starteten voller Motivation ins Spiel und konnten ihre guten Vorsätze sogleich in die Tat umsetzen. Nachdem die Dortmunder Offense zwar Raumgewinn verbuchen konnte, dann jedoch nicht nah genug an die Endzone der Horns heran kam, wechselte das Angriffsrecht auf die Gastgeber über. Quarterback Michel Fritsche warf einen zielsicheren Pass auf Mitspieler Connor Karnine, der den Ball aufnehmen konnte und sich anschließend nach einem Lauf über 35 Yards in der Endzone der Giants wiederfand. Kicker Michel Gißke trat zum Zusatzpunktversuch an, der gegnerischen Defense gelang es jedoch, den Ball zu blocken und es so bei einem Anfangsspielstand von 6:0 aus Sicht der Horns zu belassen.
Im nächsten Drive kamen die Giganten nicht vorwärts und mussten nach Raumverlust statt Raumgewinn den Ball an die Langenfelder Offense abgeben.
Nachdem allerdings auch die Horns keinen großen Raumgewinn erzielen konnten, ergriffen die Giants die Initiative und Quarterback Sascha Koch warf sein Team mit einem Pass auf Gabriel Knabe bis an die 16-Yard-Linie innerhalb der Langenfelder Redzone. Koch legte noch einmal selbst mit einem kurzen Lauf über zwei Yards nach, ehe er Wide Receiver Danny Chitanta mit einem Pass erreichte und dieser sich mitsamt Ball mithilfe eines Acht-Yard-Laufs in die Endzone bringen konnte, um den Punktestand auf 6:6 auszugleichen. Das Team entschied sich für eine Two-Point-Conversion, also das erneute Überqueren der Goalline, Langenfelder Quarterback Fritsche konnte einen Pass Kochs allerdings intercepten und die Gegner mit einem Lauf über 30 Yards aus der Gefahrenzone befördern.
Malik Faust konnte zunächst keinen Raumgewinn verbuchen, dann im nächsten Anlauf bis knapp vor die Langenfelder Endzone sprinten, ehe er ins Aus gedrängt wurde. Da die Dortmunder sich jedoch eine Strafe zu Schulden kommen ließen, ging es rund zehn Yards von der Line-of-Scrimmage, dem Ausgangspunkt des Spielzugs, zurück.
Die Langenfelder Offense konnte den Ball, der aufgrund der äußerst nassen Wetterverhältnisse schwer in den Händen zu halten war, nicht sichern und so schwand das Angriffsrecht an den Gegner. Die Giants befanden sich in einer attraktiven Ausgangslage und konnten durch Faust und seinem Lauf über 17 Yard mit einem Touchdown in Führung gehen, nachdem er beim Versuch der Two-Point-Conversion direkt nach der Ballübergabe mit viel Druck von der Langenfelder Defense zurückgedrängt werden konnte.
Die Horns gingen auf den Schlagabtausch ein und konterten sogleich mit einem Gegenangriff: Fritsche warf einen weiten 49-Yard-Pass auf Luis Nieper, der nach einem souveränen Lauf über die noch verbliebenen 30 Yards den Punktestand auf 12:12 ausglich. Gißke trat zum PAT an, konnte den Ball jedoch nicht unter Kontrolle bringen und beließ es somit bei einem Gleichstand.
Koch ging in mehreren Laufspielzügen selbst und bahnte sich langsam aber sicher seinen Weg bis kurz vor die Redzone der Horns. Schließlich komplettierte er seine Angriffsserie mit einem 27-Yard-Pass auf Mitspieler Christopher Daum, der den Ball entgegen nahm und sein Team mit einem knappen 12:18 aus Sicht der Horns in Führung gehen ließ. Auch dieses Mal blieben die Giants ohne Zusatzpunkte.
Beide Quarterbacks, sowohl Michel Fritsche als auch Sascha Koch suchten ihre Mitspieler mit weiten Pässen, konnten sie jedoch nicht immer wie gewünscht unterbringen. Dann jedoch konnte Gißke einen Ball aufnehmen und mit einem anschließenden Lauf die Zehn-Yard-Linie der Giants erreichen. Fritsche fand erneut seine Anspielmöglichkeit in Nieper, der schon in der Endzone bereit stand, den Ball jedoch nicht aufnehmen konnte. Also gab Fritsche selbst Gas – und konnte erst einen Yard vor der Dortmunder Goalline gestoppt werden. Florian Schultheiß, der für Michel Fritsche einspringen musste, nachdem dieser sich bei seinem Touchdownversuch verletzt hatte, nutzte die günstige Position und ging den letzten Schritt zum erneuten Ausgleich von 18:18. Diesmal klappte auch der Zusatzpunkt und so schoss Gißke das Team mit 19:18 in Führung.
Der Dortmunder Julian Eisenreich startete in eine äußerst erfolgreiche Angriffsserie und ließ Yard für Yard hinter sich. In insgesamt vier Laufspielzügen legte er immer wieder beachtliche Distanzen zurück, ehe er schließlich nach einem letzten Lauf über 15 Yard die nächsten Punkte zum 19:24 holte. Die Giants gaben den Versuch nach gleich zwei zusätzlichen Punkten nicht auf und wurden belohnt: Koch warf einen Pass auf Chitanta und rundete somit auf 19:26 auf.
Schultheiß konnte seinem Team durch Pässe auf beispielsweise Nieper zum Erreichen der First-Down-Markierung verhelfen, doch die Giants erkämpften sich das Angriffsrecht zurück. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnten beide Quarterbacks keinen vollständigen Pass erzielen.

Im dritten Spielviertel wechselten sich Schultheiß und René Weile mit der Position des Quarterbacks ab. Weile konnte André Hoffmeister mit einem Pass über 20 Yards erreichen, und rückte nach einer Strafe gegen die Giants weitere Yards nach vorne. Im folgenden Spielzug gab er den Ball an Running Back Jonas Laveglia weiter, der sich mit einem Lauf über 40 Yards fast über das halbe Spielfeld und bis an die Ein-Yard-Linie durchschlug. Weile machte den letzten Schritt bis zum Touchdown und holte mit 25:26 aus Langenfelder Sicht mächtig auf.
Sascha Koch erkannte einen drohenden Umschwung des Spiels und marschierte nach einem 30-Yard-Lauf und zwei Läufen über jeweils zehn Yards über das Spielfeld bis in die Endzone der Horns. Die Two-Point-Conversion lief wieder nach dem gleichen Muster ab und brachte den Giants die gewünschten Punkte zum 25:34 ein.
Die Giants begingen mehrere Strafen und mussten dadurch Raumgewinn einbüßen, schaden tat es ihnen allem Anschein nach aber nicht. Koch holte die verlorenen Yards durch einen 15-Yard-Pass auf Knabe und einem anschließenden Lauf über zehn Yards wieder rein und setzte so den Endstand von 25:40 fest.

Die Coaches sehen das Spiel positiv.
Wir haben gezeigt, dass viel Herz in uns steckt und dass wir als Team gewachsen sind. Wir haben zusammen gehalten und mit erhobenen Köpfen gegen starke Dortmund Giants verloren“, so Lars Trömel, Headcoach der Mannschaft.
Dennoch gibt es ein paar Dinge, die hätten besser laufen können. Dazu zählt unter anderem die Defense:

Bisher hat unsere Verteidigung immer standgehalten. Im letzten Spiel konnten wir die Dortmunder aber nicht stoppen. Natürlich spielen da auch noch andere Faktoren mit rein: Fünf Turnovers sind viel zu viel. Und natürlich hat uns die Verletzung von Michel Fritsche sehr zu schaffen gemacht.“
Trotz der knappen Niederlage blicken die Coaches mit Zuversicht auf die noch verbleibenden Begegnungen. Sie loben, dass das Team mittlerweile gut eingespielt und in Form ist.

Wir rücken immer näher zusammen und schöpfen Kraft aus dem Zusammenhalt. Natürlich ist es ärgerlich, zweimal knapp zu verlieren, aber so ist es bei einem Wettkampf. Einer muss verlieren.“

Score Overview

6:0 Lauf Connor Karnine (#85) über 35 Yards
6:6 Lauf Danny Chitanta (#80) über acht Yards
6:12 Lauf Malik Faust (#1) über 17 Yards
12:12 Lauf Luis Nieper (#80) über 30 Yards
12:18 Pass Sascha Koch (#11) auf Christopher Daum (88) über 27 Yards
18:18 Lauf Florian Schultheiß (#6) über einen Yard
19:18 PAT durch Michel Gißke (#89)
19:24 Lauf Julian Eisenreich (#48) über 15 Yards
19:26 TPC durch Pass Sascha Koch (#11) auf Danny Chitanta (#80)
25:26 Lauf René Weile (#33) über einen Yard
25:32 Lauf Sascha Koch (#11) über zehn Yards
25:34 TPC durch Pass Sascha Koch (#11) auf Danny Chitanta (#80)
25:40 Lauf Gabriel Knabe (#85) über zehn Yards