Die Longhorns existieren seit 1990. In dieser Zeit ist der Verein immer weiter zu einer großen Familie gereift. Die heute an vielen Ecken spürbare familiäre Atmosphäre verbindet die drei derzeit aktiven Football-Teams (Seniors = 2. Bundesliga Nord seit 2001, Juniors = Jugendleistungsliga NRW seit 1996, Flags = Flagliga NRW seit 1997) untereinander in kameradschaftlicher und integrativer Weise. Insbesondere die reibungslose Integration von Neuanfängern wird bei den Longhorns von Außenstehenden immer wieder und über alle Alterklassen hinweg gelobt.
So hatten die Horns nie überragende Einzelspieler sondern jegliche Erfolge wurden immer als Team erkämpft. Meist mit zahlenmäßig kleinen Teams, was die Notwendigkeit, zusammenzurücken verstärkte. Und auch zur Finanzierung des von den Longhorns offiziell statuierten Amateurbetriebes tragen bis heute noch immer groß angelegte Gemeinschaftsaktionen bei. Dabei verwundert es nicht, dass die heute mit einem Anteil von über 80 % aus eigenen Nachwuchsspielern bestehende Zweitligamannschaft stolz auf ihre Jugendarbeit und die Zugehörigkeit zur zweithöchsten Spielklasse ist. Dies kann gerade vor dem Hintergrund der Herkunft aus einer 60.000 Einwohner zählenden Stadt zwischen Düsseldorf und Leverkusen nicht hoch genug bewertet werden.
Im Vorstand zählt ebenso die Kontinuität: sind doch mit Vorsitzendem Heiko Rudolph und Anke Koopmann noch immer zwei Gründungsmitglieder aktiv. Viele sind seit mehr als fünf Saisons im Verein tätig. Doch längst ist es keine one-man-show mehr sondern mehr als zwei Dutzend Personen stehen für alle Aufgaben rund um den Verein und die Teams zur Verfügung, organisieren sich in Arbeitspaketen, Projekten, Teams und Jour-Fixes.
Die 2. Liga
Nach anfänglich gutem Start in der 2. BL Nord (siehe History) mit einem fünften (2001) und drittem Platz (2002) kam eine wirtschaftlich schwierige Zeit aufgrund von insgesamt vier Insolvenzen bei Sponsoren und Partnern in den Jahren 2002/2003 sowie einer personell bedingten Reorganisation im Vorstandsbereich aus beruflichen Gründen, die letztlich zu einer zu geringen Kapazität für die wahrzunehmenden Aufgaben führte und im Zusammenspiel mit der immer schwierigeren wirtschaftlichen Lage, eine finanzielle Konsolidierung und ein striktes Turn around-Management notwendig machte.
Durch den engen Zusammenhalt der Teams und ihrer Verantwortlichen schaffte man diesen Kraftakt, der noch nicht vollends überwunden ist. Die Konsolidierung zeichnete die Mannschaft nachhaltig. Hatte man zu Beginn der Zweitligazugehörigkeit noch einen sehr starken Zulauf an Spielern, musste man bei Eintreten der Krisensituation feststellen, dass für viele nicht der Verein die Wurzel war sondern alleine die individuelle Perspektive, gezeichnet von der eigenen Erwartungshaltung. So mussten die Horns kurz vor der Saison 2003 einen wahren Aderlass von mehr als 20 Spielerabgängen und nahezu aller Coaches verkraften. Mit etwas Glück aufgrund einer mangelnden Abstiegsregelung bedingt durch den Rückzug der Wolfsburg Blue Wings und den Magdeburg Virgin Guards sowie enormer Anstrengungen aller Beteiligten schaffte man das kleine Wunder. Genauso, wie den Abgang von zwei US-amerikanischen Verstärkungen im Jahr darauf, als man nur durch die Hinzuziehung von elf eigenen Jugendspielern nach deren Saison Mitte des Jahres dem Abstieg im buchstäblich letzten Moment noch ein Schnippchen schlagen konnte.
Die Konsolidierungsbemühungen wurden indes konsequent weiterverfolgt, so dass der turn around aus eigener Kraft und mit sehr viel persönlichem Einsatz aller Horns in naher Zukunft geschafft werden dürfte.
In der Saison 2005 avancierten die Horns zu einer wahren Überraschungsmannschaft der Liga.
Im Jahr 2010 spielen die Longhorns im zehnten Jahr in der zweithöchsten Spielklasse.
Jugendarbeit
Von Beginn an spielte die eigene Jugendarbeit für die Longhorns eine große Rolle und so formierte man schon früh im Jahre 1995 eine Jugend-Mannschaft, die Longhorns Juniors. Diese nimmt seit dem ohne Unterbrechung am Ligabetrieb teil und schaffte 2005 sogar den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse, die Juniors German Football League (JGFL). Seit dem gehört man zu den besten zwölf deutschen Nachwuchsteams und krönte im Jahr 2006 mit der Teilnahme und dem knappen Ausscheiden im Viertelfinale der PlayOffs zur deutschen Jugendmeisterschaft eine herausragende Teamleistung. Obwohl physisch und zahlenmäßig nie besonders gut ausgestattet, konnten die Juniors immer wieder Höchstleistungen abrufen. Dafür waren nicht zuletzt der große Teamgeist und der familiäre Charakter Erfolgsgaranten.








